Kunststoffmodelle im Modellbau – meist aus Polystyrol – werden in mehreren Schritten verarbeitet. Der Ablauf ist ziemlich standardisiert, egal ob du ein Flugzeug, Schiff oder Auto baust.
Arbeitsschutz: Beim Sprühen und Schleifen immer auf gute Belüftung, Schutzmaske und Handschuhe achten.
1. Teile vorbereiten
Die Bauteile kommen in sogenannten „Gussrahmen“ (Spritzguss). Du trennst sie vorsichtig mit einem Seitenschneider oder Skalpell heraus. Danach werden die Ansatzstellen und eventuelle Gussgrate mit Schleifpapier oder Feilen geglättet.
2. Trocken anpassen (Dry Fit)
Bevor du klebst, setzt du die Teile probeweise zusammen. So siehst du, ob alles passt oder ob du nacharbeiten musst.
3. Kleben
Für Kunststoffmodelle nutzt man speziellen Modellbaukleber (z. B. Polystyrolkleber). Der löst die Oberfläche leicht an, sodass die Teile quasi „verschweißen“. Sekundenkleber wird eher für kleine oder gemischte Materialien verwendet.
4. Spachteln und Schleifen
Falls Spalten entstehen, werden diese mit Modellbauspachtel gefüllt. Danach schleifst du die Übergänge glatt, damit alles wie aus einem Guss wirkt.
5. Grundieren (optional, aber empfohlen)
Eine Grundierung sorgt dafür, dass die Farbe besser haftet und Unebenheiten sichtbar werden.
6. Lackieren
Die Bemalung erfolgt mit Pinsel oder Airbrush. Häufig werden mehrere dünne Schichten aufgetragen. Typische Farben sind Acryl- oder Emailfarben.
7. Decals anbringen
Wasserschiebebilder (Decals) werden in Wasser gelöst und vorsichtig auf das Modell übertragen. Danach versiegelt man sie oft mit Klarlack.
8. Alterung und Details (Weathering)
Fortgeschrittene Modellbauer fügen Gebrauchsspuren hinzu – z. B. Rost, Schmutz oder Abnutzung – um das Modell realistischer wirken zu lassen.
9. Versiegeln
Zum Schluss wird das Modell oft mit einem matten, seidenmatten oder glänzenden Klarlack geschützt.